top of page

Norwegens wilde Seite

Roadtrip von Oslo über die Nationalparks nach Trondheim

Wenn du Natur pur und die Wildheit des Nordens liebst, bist du hier genau richtig. Diese Reise startet und endet in zwei der grössten Städte des Landes, der Metropole Oslo und der historischen Krönungsstadt Trondheim. Dazwischen tauchst du ab in das unberührte Landesinnere, das nicht auf den klassischen Touristenrouten liegt.

Du besuchst vier wunderschöne Nationalparks, die für Wander- und Naturliebhaber ein absolutes Paradies sind. Dabei bewegst du dich in unterschiedlichen Höhenlagen und erlebst die ungezähmte Wildheit hautnah. Der Weg führt dich von den sanften Tälern rund um Lillehammer hinauf in die kargen Hochgebirgsebenen des Rondane-Nationalparks und weiter in das spektakuläre Jotunheimen-Massiv, das „Heim der Riesen“, wo die höchsten Gipfel Nordeuropas thronen. Auf der Weiterfahrt nach Norden machst du einen Stopp beim rauen, arktischen Dovrefjell-Nationalpark, der die Heimat der majestätischen Moschusochsen ist, bevor du in die sanften, grünen Berge des Forollhogna-Nationalparks eintauchst, wo die traditionelle Almwirtschaft noch bewirtschaftet werden.

Diese Rundreise bietet dir eine grossartige Möglichkeit, eine andere Seite von Norwegen kennenzulernen als die weltberühmten Küstenregionen und das weg von den grossen Touristenströmen. Tauche ab in diese einzigartige Naturlandschaft, geniesse die Ruhe dieser Bergwelten und mit etwas Glück begegnest du auch einem der faszinierenden, wilden Bewohner dieser Gegenden.

Dein Transport

Anreise Flug

Hier findest du alle Infos zur Anreise mit dem Flugzeug. Wie zeigen dir verschiedene Flugmöglichkeiten auf, die sich für die Anreise eignen. 

Image by Matthew Smith

Mietwagen

Finde hier alle Informationen zu den verschiedenen Mietwagenanbietern an deiner Destination.

Image by Bence Balla-Schottner

Anreise ÖV

Eine Anreise mit dem ÖV ist schon fast eine eigene Reise, hier ist der Weg auch ein Ziel. Wie geben dir hier alle Informationen für die Anfahrt mit dem ÖV. 

last wagon, first rays_edited.jpg

Camper

Wenn du eine Rundreise mit dem Motorhome planst, ist das Fahrzeug von zentraler Bedeutung. Hier findest du Informationen zu den verschiedenen Anbietern.

Image by Devon MacKay

Deine Übernachtungen

Hotels, Hostels, Pensionen

Hier findest du alle Infos zur Anreise. Wir haben die möglichen Optionen mit Flugzeug, Auto und Zug übersichtlich für dich zusammengestellt.

Image by Mara Conan Design

Campingplätze

Wenn du eine Rundreise mit dem Motorhome planst, ist das Fahrzeug von zentraler Bedeutung. Hier findest du Informationen zu den verschiedenen Anbietern.

Image by Wei Pan

Häuser und Wohnungen

Finde hier alle Informationen zu den verschiedenen Mietwagenanbietern an deiner Destination.

Image by Ján Jakub Naništa

Deine Aktivitäten

Ausflüge

Ob Natur, Kultur oder Abenteuer, Ausflüge, Besichtigungen und Touren machen jeden Reisetag einzigartig. Unser Überblick hilft dir bei der Auswahl.

Image by Joe Yates

Restaurants

Das Essen spiegelt die Seele einer Region perfekt wider. Entdecke mit unseren Restauranttipps unsere kulinarischen Highlights vor Ort.

Image by Fabrizio Magoni

Dein Reiseprogramm

Tag 1

Anreise nach Oslo

ca. 1400 km | ab ca. 2.5 Stunden Flugzeit

Deine Rundreise beginnt mit der Anreise aus der Schweiz in die norwegische Hauptstadt. Um das Maximum aus deinem ersten Tag herauszuholen, wählst du am besten einen bequemen Direktflug.

Nach der Landung hast du die Möglichkeit, deinen Mietwagen für die Rundreise direkt am Flughafen zu übernehmen. Oder du entscheidest dich, die Hauptstadt ohne Auto zu erleben. Dann nimmst du am besten den Zug Flytoget, der dich in nur knapp 20 Minuten zum Hauptbahnhof von Oslo bringt.

Je nach deiner Ankunftszeit kannst du im Hotel direkt einchecken und dein Zimmer beziehen. Sollte es noch zu früh sein, ist das kein Problem, da die Unterkünfte standardmässig einen Gepäckraum anbieten, sodass du sofort mit der Erkundung der Stadt starten kannst.

Wir empfehlen dir zuerst einen Spaziergang durch die Innenstadt, um die entspannte Atmosphäre Oslos aufzusaugen und dir einen ersten Überblick zu verschaffen. Plane sicher einen Stopp beim pulsierenden Hafenviertel rund um Aker Brygge und Tjuvholmen ein. Das autofreie Viertel lädt mit seiner langen Promenade, zum Flanieren ein. Hier findest du auch unzählige Cafés und Restaurants mit Terrassen, von denen du aus du an einem warmen Sommertag das bunte Treiben beobachten kannst. Von den Holzstegen aus eröffnet sich dir zudem ein fantastischer Blick auf den glitzernden Oslofjord und die vorbeiziehenden Schiffe.

In der Nähe thront die historische Festung Akershus auf einem Hügel, die einen spannenden Kontrast zur Moderne bildet. Diese diente früher zur Verteidigung der Stadt, darum hast du von hier oben einen sehr guten Rund-um-Blick.

Ein weiteres, absolutes architektonisches Highlight von Oslo findest du in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs, das berühmte Opernhaus von Oslo. Das Gebäude aus italienischem Marmor und weissem Granit erinnert an einen Eisberg. Das Dach der Oper ist flach und dadurch begehbar. Hier solltest du unbedingt einen Stopp einlegen, vor allem bei schönem Wetter ist hier ein perfekter Ort, um deinen Blick über die Stadt und den Fjord schweifen zu lassen. Oder mach hier am ersten Abend ein kleines Picknick, denn die Tage im Sommer sind auch in Oslo lang.

© Phil Aicken - Unsplash

Tag 2

Oslo

-

Der zweite Tag deiner Reise steht ganz im Zeichen von Oslo, einer Hauptstadt, die durch ihre kurzen Wege, die riesigen Grünflächen und eine perfekt ausbalancierte Mischung aus lebendiger Kultur und skandinavischer Moderne begeistert.

Bei schönem Wetter empfehlen wir dir zuerst einen Besuch im beeindruckenden Vigeland-Park. Dieser weltweit grösste von einem einzigen Künstler geschaffene Skulpturenpark ist voller Überraschungen. Über 200 Skulpturen aus Bronze, Granit und geschmiedetem Eisen des Bildhauers Gustav Vigeland säumen die Wege. Wenn du genauer hinschaust, entdeckst du in den detailreichen Figuren den gesamten Lebenszyklus des Menschen, von der Kindheit bis zum Alter.

Im Anschluss kannst du gut einen weiteren Spaziergang im weitläufigen Schlosspark einlegen, der das Königliche Schloss umgibt. Geschichtsinteressierte können hier die herrschaftliche Residenz der norwegischen Königsfamilie aus nächster Nähe bewundern und im Sommer mit etwas Glück die feierliche Wachablösung miterleben.

Vom Schlossplatz aus führt dich dein Weg direkt auf die Karl Johans gate, Oslos Haupteinkaufsstrasse, die von eleganten Gebäuden, Strassencafés und unzähligen Geschäften gesäumt ist. Für einen ausgiebigen Einkaufsbummel ist diese Flaniermeile ideal. Um jedoch das echte, trendige Oslo kennenzulernen, solltest du unbedingt einen Abstecher in die charmanten Nebengassen und das etwas ausserhalb des Zentrums gelegene Viertel Grünerløkka machen. In den dortigen Secondhand-Läden, Concept Stores und unabhängigen Läden lässt sich wunderbar stöbern und mit Sicherheit das eine oder andere modische Schnäppchen oder einzigartige Souvenir ergattern. Plane unbedingt auch eine Kaffeepause in einem der kleinen Cafés in dem Viertel ein.

Wenn du dich für Kunst und Geschichte begeisterst, fährst du am besten mit der Passagierfähre vom Rathauskai hinüber zur Museumshalbinsel. Dort erwartet dich das spektakuläre Frammuseum, das der norwegischen Polarforschung gewidmet ist und in dem du das originale Fram-Holzschiff sehen kannst, sowie das Kon-Tiki-Museum, welches die abenteuerlichen Flösse von Thor Heyerdahl zeigt.

Wer tiefer in die moderne Kunst eintauchen möchte, wählt stattdessen das futuristische Astrup Fearnley Museet direkt am Wasser in Tjuvholmen.

Oder mach einen Ausflug zu der weltberühmten Holmenkollen Skisprungschanze, die etwas ausserhalb vom Zentrum liegt. Neben einem Museum hast du vom Sprungturm ausserdem eine absolut fantastische Aussicht.

Zum Abendessen hast du eine sehr grosse Auswahl an verschiedenen Restaurants, denn hier findest du für jeden Geschmack etwas. Einige unserer Tipps findest du in der Rubrik «Restaurants».

© Vidar Nordli-Mathisen - Unsplash

Tag 3

Oslo - Lillehammer

ca. 190 km | ca. 2.5 Stunden Fahrzeit

Wenn du dich entschieden hast, deinen Mietwagen bereits am Anreisetag am Flughafen Oslo zu übernehmen, kann deine Fahrt direkt nach dem Frühstück starten. Ansonsten findest du in unserer Mietwagen-Übersicht alle Angaben zu den verschiedenen Vermietstationen.

Deine erste Fahrt führt dich tiefer in das norwegische Binnenland hinein. Du lässt du die Hauptstadt hinter dir und folgst der Europastrasse 6 in Richtung Norden. Die Route führt dich zunächst entlang des Ufers des Mjøsa-Sees, dem grössten Binnengewässer Norwegens. Die Fahrt bietet wunderschöne Ausblicke auf das glitzernde Gewässer und hügelige Landschaft. Ausserhalb des urbanen Oslos geht es ruhig zu und her. Unterwegs nach Lillehammer kannst du einen Stopp in Hamar einlegen. Ein fantastischer Zwischenstopp auf dem Weg ist die Kleinstadt Hamar. Die mittelalterliche Domruine, die heute von einer spektakulären Glaspyramide geschützt wird, liegt direkt am Seeufer.

Schon bald erreichst du Lillehammer, die charmante Olympiastadt von 1994, die am Nordende des Mjøsa-Sees liegt. Am Nachmittag hast du Zeit, die Stadt zu erkunden.

Ein absolutes Muss, und nicht nur für Sportbegeisterte ist der Ausflug zu der markanten Skisprungschanzen der Olympischen Winterspiele. Du kannst die über 900 Stufen hinauf zur Aussichtsplattform steigen oder bequem den Sessellift nehmen. Von oben bietet sich dir ein fantastischer Weitblick über Lillehammer und die Umgebung.

Oder besuche das Maihaugen, eines der grössten Freilichtmuseen Europas. Bei einem Spaziergang durch das weitläufige Gelände machst du eine kleine Zeitreise. Deine Tour führt dich an über 200 historischen Gebäuden vorbei. Du kannst eine traditionelle Stabkirche aus dem 12. Jahrhundert bewundern, alte Bauernhöfe besichtigen und in Wohnhaussiedlungen aus dem 20. Jahrhundert eintauchen.

Am Abend empfehlen wird dir, durch die Innenstadt zu schlendern. Hier findest du auch einige Restaurants und Verpflegungsmöglichkeiten. Unsere Tipps findest du unter der Rubrik «Restaurants».

© Stefanie Roth

Tag 4

Lillehammer - Rondane Nationalpark

ca. 130 km | ca. 2 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)

Am vierten Tag deiner Rundreise lässt du das Gudbrandsdalen hinter dir und nimmst Kurs auf eines der spektakulärsten Hochgebirge Norwegens. Der Rondane Nationalpark ist dein heutiges Ziel. Er ist der älteste Nationalpark des Landes und weltberühmt für seine markanten Gipfel, die weiten Ebenen und die ungezähmte Natur.

Deine Route führt dich von Lillehammer aus weiter nach Norden, vorbei an rauschenden Flüssen und durch dichte Nadelwälder, die immer lichter werden, je näher du dem Bergmassiv kommst

Für deine heutige Übernachtung stehen dir je nach gebuchter Option zwei fantastische Ausgangspunkte zur Verfügung:


Übernachtungsort Otta

Wenn du dich für eine Unterkunft im lebendigen Otta entschieden hast, übernachtest du im Tal direkt am Zusammenfluss der Flüsse Otta und Gudbrandsdalslågen. Der Ort bietet eine gute Infrastruktur mit verschiedenen Restaurants und Geschäften. Von hier aus bist du in kürzester Zeit im Nationalpark, hast aber gleichzeitig den Komfort eines charmanten Kleinstädtchens im Tal.


Übernachtungsort Høvringen

Übernachtest du im Bergdorf Høvringen, schläfst du auf knapp 1’000 Metern über dem Meeresspiegel direkt an der Grenze zum Nationalpark. Høvringen war einst eine der grössten Alpen des Landes und ist heute ein Paradies für Individualisten. Hier spürst du die reine Hochgebirgsluft direkt beim Verlassen der Unterkunft und bist sofort auf den Wanderwegen. Dafür hast du hier nur sehr wenig Infrastruktur. Wenn du hier eine Selbstversorger-Unterkunft wählst, empfehlen wir dir, dich vor der Anreise in der Region von Lillehammer mit Lebensmitteln zu versorgen.


Nutze den Nachmittag und die langen Sommerstunden unbedingt für eine erste Wanderung. Viele gut markierte, relativ flache Pfade führen hinein in die Weite der kargen Berglandschaft.

© Stefanie Roth

Tag 5

Rondane Nationalpark

-

Der fünfte Tag deiner Reise steht ganz im Zeichen des Rondane-Nationalparks. Du hast den gesamten Tag Zeit, um die unberührte Natur, die majestätischen Berggipfel und die absolute Stille dieser einzigartigen Hochgebirgslandschaft in vollen Zügen zu geniessen. Egal welches Fitnesslevel du hast, du wirst hier definitiv eine schöne und eindrückliche Route finden.

Je nachdem, in welcher Region du übernachtest, stehen dir heute verschiedene fantastische Routen offen.


Berghütte Peer Gynt Hytta: Wenn du in Høvringen startest, befindet sich der Nationalpark fast direkt vor deiner Unterkunft. Du kannst am Morgen direkt in dein Wanderabenteuer starten. Von hier aus bietet sich eine wunderschöne, mittelschwere Wanderung zur traditionsreichen Berghütte Peer Gynt Hytta an. Der Weg führt dich durch die weite, karge Tundra, vorbei an plätschernden Bächen und sanften Hängen. Von hier aus kannst du deine Tour auch noch verlängern oder auf einem anderen Weg zurück nach Høvringen wandern.

See Rondvatnet: Wenn du in Otta übernachtest, empfehlen wir dir zum grossen Parkplatz nach Spranget zu fahren und von hier aus deine Tour zu starten. Von hier aus führt ein breiter, gut ausgebauter Schotterweg tiefer in den Nationalpark hinein bis zur Berghütte Rondvassbu, die idyllisch am Ufer des tiefblauen Sees Rondvatnet liegt. Da der Weg flach und unkompliziert ist, kannst du auch am Parkplatz Velos ausleihen, um die Strecke im Nu zurückzulegen. An der Hütte angekommen, kannst du entweder eine gemütliche Bootstour auf dem See machen. Oder du wagst die Besteigung eines der umliegenden Berggipfel


Die Wege in den flacheren Gebieten sind gut zu erkennen. Sobald du jedoch eine Gipfeltour in Angriff nimmst, ist die Wegfindung etwas schwieriger. Darum empfehlen wir dir in allen Nationalparks, längere und schwierigere Touren nur bei gutem Wetter zu planen. Ebenfalls solltest du genügend Ausrüstung und Verpflegung dabeihaben.

Wenn du es heute lieber etwas ruhiger angehen möchtest, kannst du auch den Rucksack mit lokalen Leckereien für ein gemütliches Picknick packen. Such dir ein windgeschütztes Plätzchen an einem der vielen glasklaren Gebirgsbäche. Mit etwas Geduld und einem wachsamen Auge kannst du in dieser Region vielleicht sogar Spuren der letzten wilden Rentierherden Norwegens entdecken, die in den unzugänglichen Teilen des Parks geschützt leben.

© Sebastian Loose - Unsplash

Tag 6

Rondane - Jotunheimen Nationalpark

ca. 100 km | ca. 2 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)

Heute ziehst du weiter und tauschst die karge, weitläufige Tundra von Rondane gegen die dramatische und monumentale Kulisse des Jotunheimen Nationalparks ein. „Heim der Riesen“ heisst der Name übersetzt und wenn du die Landschaft betrachtest, weisst du auch, warum dieser Name gewählt wurde. Hier befinden sich die höchsten Gipfel Norwegens, umgeben von mächtigen Gletschern, tiefen Tälern und smaragdgrünen Seen.

Je nachdem, welchen Übernachtungsort ist deine Reiseroute heute etwas länger oder kürzer. Für die Nationalparks gibt es jeweils unterschiedliche Ausgangsorte, darum findest du unsere empfohlenen Unterkünfte auch nicht alle in der gleichen Ortschaft. Während der heutigen Fahrt empfehlen wir dir aber in Lom einen Stopp einzulegen, denn hier kannst du eine der wenigen noch erhaltenen Stabkirchen besuchen. Die tiefbraune Holzkirche aus dem 12. Jahrhundert gehört zu den schönsten und am besten erhaltenen des Landes und ist ein faszinierendes Zeugnis norwegischer Geschichte. Direkt daneben lädt die berühmte Bäckerei Bakkeriet i Lom zu einer Pause mit fantastischen, frisch gebackenen Zimtschnecken (Kanelboller) ein.

Für deine heutige Übernachtung stehen dir je nach deiner individuellen Routenplanung verschiedene Regionen rund um den Nationalpark zur Verfügung. Nutze den verbleibenden Nachmittag nach dem Check-in für eine erste Erkundungstour in der Umgebung deiner Unterkunft. Die Region bietet ein unerschöpfliches Netz an Wanderwegen, die direkt in die unberührte Natur führen.

© Kaj Schmidt - Pixabay

Tag 7

Jotunheimen Nationalpark

-

Der siebte Tag steht ganz im Zeichen des Jotunheimen Nationalparks. Du hast den gesamten Tag Zeit, um tiefer in das „Heim der Riesen“ einzutauchen und die spektakulärste Hochgebirgswelt Skandinaviens hautnah zu erleben. Egal in welcher der Regionen du dein Basislager aufgeschlagen hast, die unzähligen Wanderwege liegen direkt vor deiner Haustür.

Je nach Lage deiner Unterkunft und deiner Wanderlust bieten sich für den heutigen Tag verschiedene Routen an.


Der legendäre Besseggen-Grat: Wenn deine Unterkunft im Osten oder Süden liegt (wie in Beitostølen oder Tyinkrysset), ist heute der perfekte Tag für den unbestrittenen Klassiker Norwegens. Die Wanderung über den Besseggen-Grat gehört zu den spektakulärsten des Landes. Das absolute Highlight der Tour ist der schmale Grat selbst: Auf der einen Seite blickst du hunderte Meter tief auf den smaragdgrünen, vom Gletscherwasser gespeisten Gjende-See, während auf der anderen Seite der fast tiefschwarze Bessvatnet-See liegt. Für diese anspruchsvolle Tagestour nimmst du am besten am Morgen das Boot von Gjendesheim nach Memurubu und wanderst von dort aus zurück. Die Wanderung gilt als schwer, du brauchst eine gute Grundkondition, Schwindelfreiheit und zudem gutes Schuhwerk.

Knutshøe, die wilde Alternative: Direkt gegenüber dem Besseggen-Grat liegt die Knutshøe. Diese Tour gilt unter Kennern als der absolute Favorit, da sie deutlich weniger überlaufen, aber landschaftlich absolut ebenso eindrucksvoll ist. Der Weg führt dich über einen schmalen, ungezähmten Felsgrat, der an einigen Stellen leichte Kraxelei erfordert und Trittsicherheit sowie Schwindelfreiheit voraussetzt. Belohnt wirst du mit einem spektakulären 360-Grad-Panorama auf die umliegenden Täler und den See. Auch diese Tour ist anspruchsvoll, unternimm diese nur, wenn du über die notwendige Kondition und die notwendige Ausrüstung verfügst.

Aussichtspunkt Bitihorn oder Synshhorn: Wenn du es etwas kürzer und gemächlicher möchtest, aber trotzdem nicht auf die spektakuläre Landschaft verzichten möchtest, kannst du von Beitostølen aus die Wanderung auf den Bitihorn unternehmen. Der markante Berg markiert das Tor zu Jotunheimen und bietet vom Gipfel aus einen grandiosen Rundblick über die weiten Hochebenen. Am nahegelegenen See Bygdin startet zudem der Synshorn Via Ferrata, ein gesicherter Klettersteig für alle, die das Abenteuer in der Vertikalen suchen.

Gletscher im Norden: Falls du im Bøverdalen oder in Fossbergom übernachtest, zieht es dich heute vermutlich höher hinauf an die Nordflanke des Nationalparks. Ein fantastisches Ausflugsziel ist das Sognefjelshyttene oder das Sommerskicenter auf dem Juvasshytta-Plateau. Von der Juvasshytta aus starten im Sommer geführte Touren über den ansonsten tückischen Styggebreen-Gletscher hinauf zum Galdhøpiggen ,dem mit 2.469 Metern höchsten Berg Nordeuropas. Auch ohne Gipfelsturm ist allein die Fahrt auf der höchstgelegenen Strasse Nordeuropas hinauf zur Hütte ein unvergessliches Erlebnis.


Solltest du es heute etwas ruhiger angehen wollen, empfiehlt sich eine Panorama-Bootstour über den Bygdin-See. Oder wandere auf dem Gjende-Uferweg entlang des Wassers des türkisfarbenen Sees.

© Sébastien Goldberg - Unsplash

Tag 8

Jotunheimen - Dovrefjell Nationalpark

ca. 150 km | ca. 2.5 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)

Die Fahrt nach Dovrefjell führt durch offene Täler und weite Hochebenen. Deine Route führt dich aus der alpinen Kulisse von Jotunheimen hinab ins geschichtsträchtige Gudbrandsdalen und von dort aus stetig nordwärts. Je weiter du fährst, desto mehr verändert sich die Natur wieder. Die schroffen, spitzen Berggipfel weichen allmählich einer weiten, fast endlos wirkenden Hochebene. Du erreichst das Dovrefjell, eine raue, arktische, tundraartige Hochgebirgslandschaft.

Das absolute Highlight des Dovrefjells ist seine Tierwelt. Es ist einer der ganz wenigen Orte in Europa, an dem noch die majestätischen Moschusochsen in freier Wildbahn leben. Diese urzeitlichen, zotteligen Riesen, die eigentlich aus der Eiszeit stammen, teilen sich die karge Tundra mit wilden Rentierherden und Polarfüchsen.

Nach der Ankunft solltest du unbedingt einen Ausflug zum weltberühmten Aussichtspunkt Viewpoint Snøhetta bei Hjerkinn einplanen. Vom Parkplatz aus führt ein gemütlicher, rund 1,5 Kilometer langer Spaziergang auf einem gut ausgebauten Pfad hinauf zu einer spektakulären Konstruktion aus Stahl, Glas und geschwungenem Kiefernholz. Im Inneren kannst du dich an einem Holzofen aufwärmen und durch die riesige Glasfront den freien Blick auf das gewaltige Massiv des Snøhetta-Berges geniessen. Und mit etwas Glück kannst du von hier oben durch die bereitstehenden Ferngläser bereits die ersten Moschusochsen in der Ebene grasen sehen.

© Stefanie Roth

Tag 9

Dovrefjell Nationalpark

-

Heute erlebst du die weite, stille Hochebene von Dovrefjell. Du hast den gesamten Tag Zeit, um in diese urzeitliche, arktische Landschaft einzutauchen, die mit ihrer unendlichen Weite und rauen Schönheit wunderbare Ruhe ausstrahlt.


Geführte Moschusochsen-Tour: Aber das absolute Highlight des Nationalparks sind seine zotteligen Bewohner, die Moschusochsen. Um die Tiere möglichst sicher zu sehen, empfehlen wir dir, eine geführte Safari zu buchen. Hier wird dir auch erklärt, wie die Moschusochsen leben, wie sie hierherkamen und auch, was wichtig bei einer Begegnung ist. Die lokalen Guides wissen sehr gut, wo die Tiere sich oft aufhalten, was ihre Routen sind, und können dich zu den besten Plätzen bringen. Wenn du eine gute Kamera mit einem Objektiv hast, ist heute sicher ein Tag, um diese mitzunehmen.

Moskusstien: Möchtest du dich selbst auf die Suche nach den wunderschönen Tieren machen, empfehlen wir dir die Wanderung auf dem Moskusstien zu unternehmen. Hier hast du gute Chancen, während der ca. 4-stündigen Tour die Moschusochsen aus der Ferne zu beobachten. Bitte beachte aber, dass du zwingend den Mindestabstand von 200 Metern einhältst.

Knutshøe: Natürlich kannst du auch selbst eine Wanderung unternehmen. Du kannst beispielsweise die auf den Knutshøe wandern. Dies ist nicht die gleiche Tour, die wir im Jotunheimen Nationalpark erwähnt haben. Diese mittelschwere Wanderung führt dich durch karge Landschaft hinauf auf den Bergrücken, von dem aus du einen guten Blick über die Hochebene hast.

Hauptgipfel der Snøhetta: Suchst du eine grössere Herausforderung, kannst du den Hauptgipfel der Snøhetta (2’286 m ü. M.) in Angriff nehmen. Bitte beachte, dass diese Tour den ganzen Tag dauert und eine gute Kondition und die notwendige Ausrüstung voraussetzt.


Wenn du es heute etwas ruhiger angehen möchtest, kannst du den Dovregubben-Rundweg machen oder du besuchst den charmanten Fjellgarten, ein alpiner Garten in Kongsvoll, wo du die einzigartige und erstaunlich farbenfrohe arktisch-alpine Flora dieser Region bestaunen kannst.

© Marc Eggert - Unsplash

Tag 10

Dovrefjell Nationalpark - Forollhogna Nationalpark

ca. 130 km | ca. 2 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)

Heute geht deine Fahrt weiter zum vierten und letzten Nationalpark auf dieser Reise, den Forollhogna. Du fährst in Richtung Nordosten, weg von der sehr kargen Ebene in eine weichere und sanftere Landschaft.

Deine Route führt dich durch das schöne Budalen oder das traditionsreiche Vingelen Tal. Du fährst entlang von traditionellen Alpweiden, wo im Sommer Kühe, Schafe und Ziegen grasen. Und Achtung, manchmal gibt es auch vierbeinigen Gegenverkehr.

Der Forollhogna Nationalpark ist touristisch eher wenig bekannt, hier triffst du oft eher norwegische Touristen an, die hier ihre freien Tage geniessen. Darum geht es hier auch eher ruhig und gemächlich zu. In der hügeligen Landschaft leben noch einige wilde Rentierherden, mit etwas Glück kannst du diese wunderschönen Tiere beobachten.

© Dessy Dimcheva - Unsplash

Tag 11

Forollhogna Nationalpark

-

Die meisten Touren im Forollhogna Nationapark sind nicht so steil und anspruchsvoll, jedoch kannst du hier perfekt in die Ruhe der norwegischen Natur eintauchen und nochmals richtig durchatmen.


Forollhogna: Wenn du trotzdem ein kleines Gipfelerlebnis möchtest, kannst du den Forollhogna besteigen. Mit seinen 1'332 Metern über Meer ist er nicht sehr hoch und die Tour ist nicht sehr anspruchsvoll, aber trotzdem sehr empfehlenswert. Du wanderst durch eine Landschaft, die mit Moosen und Flechten bewachsen ist. Genau die Lieblingsnahrung der Rentiere. Vom Gipfel aus hast du einen sehr guten Rundumblick.

Almweiden-Wanderung: Oder darf es für dich heute noch etwas gemütlicher sein? Dann kannst du eine gemütliche Tour durch die Alpenlandschaft machen. Starte beispielsweise im Bergdorf Vingelen mit seinen Holzhäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Von hier aus führen wunderschöne Wanderwege hinauf zu den aktiven Sommeralmen (Seter).

Østerdalsleden: Der historische Pilgerweg Østerdalsleden führt auch durch den Nationalpark. Hier kannst du auf den mittelalterlichen Pfaden wandeln. Entlang von plätschernden Bächen und Wiesen kannst du einen gemütlichen Spaziergang unternehmen.

© Sébastien Goldberg - Unsplash

Tag 12

Forollhogna Nationalpark - Trondheim

ca. 150 km | ca. 2.5 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)

Am zwölften Tag deiner Rundreise lässt du die Abgeschiedenheit der wilden Natur der norwegischen Nationalparks hinter dich und fährst zurück ins urbane Leben. Aber zuerst musst du nochmals ein Stück nordwärts fahren, bis du zum Trondheims Fjord kommst. Von der Bergwelt kommst du jetzt in die Küstenregion, die dir nochmals ein ganz anderes Bild von Norwegen zeigt.

Nach der Ankunft in der Stadt hast du Zeit, die Krönungsstadt der norwegischen Könige zu erkunden. Die drittgrösste Stadt Norwegens bietet ein schönes Kontrastprogramm zu den letzten Tagen. Geniesse beim Bummel durch die Strassen einen guten Kaffee, such dir ein Restaurant für ein leckeres Abendessen aus oder stöbere in den kleinen Läden der Stadt.

Für den späten Nachmittag oder frühen Abend empfehlen wir dir einen Spaziergang hinauf zur historischen Festung Kristiansten Festning. Der Weg lohnt sich, denn von den alten Festungsmauern aus bietet sich dir ein fantastischer Blick über die gesamte Stadt, den Hafen und den weiten Trondheimsfjord.

© Charly Nguyen - Unsplash

Tag 13

Trondheim

-

Heute hast du Zeit, Trondheim in Ruhe zu erkunden. Starte den Morgen mit einem guten Frühstück, um dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Trondheim verbindet einen das Flair einer Studentenstadt mit einer jahrhundertealten Geschichte, hier treffen Moderne auf Historie. Im Zentrum kannst du gut zu Fuss unterwegs sein, die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nicht weit auseinander.

Beginne den Tag am besten gleich mit dem grössten Wahrzeichen der Stadt, dem Nidarosdorm. Di gotische Kathedrale ist die Grabstätte des heiligen König Olav und ist ein architektonisches Meisterwerk. Die kunstvoll verzierte Westfassade mit den Steinskulpturen wird dich sicher begeistern. Besuche aber auch das Innere der Kathedrale und wenn du magst, kannst du auch den Turm erklimmen, von hier oben hast du einen super Blick über die Stadt. Der Nidarosdom ist auch die Krönungskirche der norwegischen Könige, darum befinden sich die Kronjuwelen gleich nebenan.

Danach solltest du auch unbedingt einen Spaziergang zu den Speicherhäusern machen, die sich entlang dem Fluss Nidelva befinden. Überquere den Fluss über die Brücke Gamle Bybro, die alte Stadtbrücke und im Volksmund auch liebevoll «Tor des Glücks» genannt. Die alten Häuser geben ein perfektes Fotomotiv ab, bunt gestrichen spiegeln sie sich teilweise auch im Wasser. Heute befinden sich hier kleine Läden, Ateliers oder auch Restaurants und Cafés.

Bist du ein Velo-Fan? Wusstest du, dass es in Trondheim den einzigen Fahrradlift gibt? Dieser hilft den Zweiradfahrern, den steilen Hügel hinaufzukommen.

Bei schönem Wetter kannst du auch einen Abstecher auf die kleine Insel Munkholmen machen. Vom Hafen aus fahren regelmässig Boote auf die ehemalige Kloster- und Festungsinsel. Hier geht es vor allem im Sommer lebendig zu und her, denn hier ist ein beliebter Bade- und Entspannungsort der Trondheimer Bevölkerung.

Oder du kannst auch eine etwas längere Bootstour auf den Trondheimfjord unternehmen. Die maritime Landschaft ist ein faszinierendes Kontrastprogramm zu den letzten Reisetagen.

Für Museumsliebhaber gibt es das Rockheim-Museum, das der norwegischen Musikgeschichte gewidmet ist.

Geniesse einen letzten Abend in einem der vielen Restaurants der Stadt. Unsere Restaurant-Tipps findest du in der gleichnamigen Rubrik.

© Robin Mikalsen - Unsplash

Tag 14

Rückreise in die Schweiz

ca. 1800 km | ab ca. 5 Stunden Flugzeit mit Umsteigen in Oslo

Am letzten Tag deiner Reise nach Norwegen heisst es wieder Abschied nehmen. Da es keine Direktflüge gibt, musst du eine Umsteigeverbindung für die Rückreise buchen. Du wirst die Heimreise sicher mit einem Gepäck voller Erinnerungen und schöner Bilder antreten, denn du hast einige der landschaftlich schönsten und doch nicht so bekannten Ecken Norwegens bereist.

© Stefanie Roth

bottom of page