Spektakuläre Südfjord-Route
Abenteuer, Wasserfälle und Wow-Momente
Wenn du an Norwegen denkst, hast du sicher augenblicklich Bilder von majestätischen Fjorden, senkrecht aufragenden Felswänden, bunten Häusern und spektakulären Strassen im Kopf. Doch hier war nicht Photoshop am Werk, sondern genau diese Postkartenmotive findest du in der Fjordregion im Süden des Landes.
Am Anfang und Schluss der Reise besuchst du zwei der schönsten Städte Norwegens, Bergen und Trondheim. Beide haben eine faszinierende Altstadt und doch sind sie ganz unterschiedlich. Mach dir selbst ein Bild und geniesse das urbane Leben.
Daneben wirst du viel Zeit in der Natur verbringen. Deine Übernachtungsorte liegen grösstenteils am Wasser, direkt an den tiefen und eindrücklichen Fjorden. Dazwischen liegen Gebirgszüge, die du mit deinem Mietwagen überwindest und so die Vielfältigkeit der Landschaft ganz hautnah erlebst.
Aber auch die Unterschiede zwischen den südlichen Teilen der Reise und den Nördlichen in Mittelnorwegen wirst du bemerken. Am Hardangerfjord wachsen viele Obstbäume, wenn du nördlicher im Landesinneren über die Pässe fährst, kannst du auch im Hochsommer noch auf Schneereste stossen. Wenn du an die Küste kommst, erwartet dich wieder ein ganz anderes Ambiente. Hier hat der Golfstross einen grossen Einfluss auf das Leben.
Wir haben die täglichen Fahrstrecken kurz gehalten, dass du überall noch Zeit für Ausflüge hast und auch unterwegs den einen oder anderen Stopp einlegen kannst. Natürlich kannst du das Programm nach deinen Bedürfnissen anpassen und Übernachtungen streichen oder verlängern.
Mach dich auf zu einer Reise wie aus einem Reisekatalog, die dich definitiv begeistern wird.
Dein Transport
Deine Übernachtungen
Deine Aktivitäten
Dein Reiseprogramm

Tag 1
Anreise nach Bergen
ca. 1400 km | ab ca. 2.5 Stunden Flugzeit
Heute startet deine Reise mit der Anreise nach Bergen. In den Sommermonaten gibt es eine praktische Direktverbindung in die Hansestadt, aber dir stehen auch Umsteigeverbindungen zur Auswahl. Vom Flughafen aus kannst du den praktischen Shuttle-Bus ins Stadtzentrum nehmen. Nach dem Check-In hast du Zeit für einen ersten Erkundungsspaziergang, viele der Sehenswürdigkeiten und Attraktionen kannst du gut zu Fuss erreichen. Mach beispielsweise einen entspannten Bummel durch die Neustadt. Hier, abseits der klassischen Touristenpfade, pulsiert das normale Leben Bergens. Du findest unter unseren Ausflugs- und Restaurantvorschlägen auch einige spannende Möglichkeiten, diese ersten Stunden in Norwegen zu gestalten.

© René Bjerregaard - Visit Norway
Tag 2
Bergen
-
Der heutige Reisetag steht ganz im Zeichen von Bergen, einer Stadt, die sich malerisch zwischen majestätischen Bergen und dem tiefblauen Meer einbettet. Dein Vormittag beginnst du am besten mit einem ausgiebigen Spaziergang durch das weltberühmte Viertel Bryggen. Die bunten Holzhäuser, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehören, lassen die Geschichte der Kaufleute der Hanse an jeder Ecke lebendig werden. Wenn du von der Hafenfront in die engen, verwinkelten Gassen abbiegst, tauchst du in eine völlig andere Welt ein. Knarzende Dielen, schiefe Balken und kleine Läden und Handwerksbetriebe zeugen von der jahrhundertelangen Tradition des Handels der Hanse und geben dir das Gefühl, auf einer kleinen Zeitreise zu sein.
Direkt neben dem historischen Viertel befindet sich der lebendige Fischmarkt, der seit dem 13. Jahrhundert zu der Stadt gehört. Hier werden fangfrische Meeresfrüchte, verschiedene Fische, Räucherlachs und lokalen Köstlichkeiten angeboten, die du direkt an den Ständen probieren kannst. Es lohnt sich absolut, diesen Besuch rechtzeitig am Vormittag einzuplanen, da das geschäftige Treiben sehr früh am Morgen beginnt und viele der Marktstände am Nachmittag schliessen.
Einer unserer Lieblingsort in der Stadt ist der Hausberg Fløyen. Obwohl die Standseilbahn eine bequeme Option ist, empfehlen wir dir, einen Weg zu Fuss zurückzulegen. Die kopfsteingepflasterten Wege schlängeln sich durch die wunderschönen, ruhigen Wohnquartiere an den steilen Hängen. Hier kannst du die typisch weissen, skandinavischen Holzhäuser aus nächster Nähe bestaunen, die mit liebevoll gepflegten kleinen Vorgärten und der charakteristischen, gemütlichen Dekoration in den Fenstern verzaubern.
Oben auf dem Fløyen angekommen, wirst du mit einem fantastischen Panoramablick belohnt. Unter dir breiten sich die roten Dächer der Stadt, der geschäftige Hafen, der verzweigte Fjord und die umliegende Insel- und Berglandschaft aus. Wenn du dich noch etwas mehr bewegen möchtest, findet hier oben ein Netz aus Wanderwegen. Am Abend hast du viele Möglichkeiten für ein Abendessen, sei es im Brygge Quartier oder in der Neustadt.

© Lachlan Gowen - Unsplash
Tag 3
Bergen – Hardangerfjord
ca. 120 km | ca. 2.5 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)
Heute nimmst du übernimmst du deinen Mietwagen und lässt die Hansestadt Bergen hinter dir. Die Vororte der Stadt sind noch etwas dichter besiedelt, je weiter du dich vom Zentrum wegbewegst, desto mehr übernimmt die Natur das Zepter. Es geht Ostwärts, entlang von Fjorden, durch Tunnel, über kleine Bergen zum Hardangerfjord, der auch der Garten Norwegens genannt wird. Das Klima ist hier milder als in vielen anderen Teilen des Landes, darum wachsen hier viele Obstbäume. An den geschützten Hängen gedeihen diese gut und es werden Äpfel, Pflaumen, Birnen und Kirschen angebaut. Die Strasse schlängelt sich direkt am Wasser entlang. Wenn du deine Reise im Frühling planst, wirst du mit den blühenden Obstbäumen belohnt, ein fantastisches Bild mit den steilen Wänden, dem blauen Wasser, den grünen Wiesen und den weissen Blüten.
Bevor du den Fjord erreichst, kannst du einen Zwischenstopp beim Steinsdalsfossen einlegen. Du kannst einen Spaziergang hinter dem Wasserfall hindurch machen, ohne dabei wirklich nass zu werden.
Wenn du den Fjord erreichst, wird dich der Anblick begeistern. Das ruhige Fjordwasser, die steilen Hänge, die bis spät im Frühling schneebedeckt sind eine wunderschöne Kulisse für deine ersten Fjord-Übernachtung.

© Wes Grant - Unsplash
Tag 4
Hardangerfjord – Eidfjord
ca. 80 km | ca. 2 Stunden Fahrzeit (je nach Übernachtungsort)
Deine heutige Etappe ist zwar kurz, aber vollgepackt mit landschaftlichen Schönheiten. Du hast definitiv genug Zeit, für den einen oder anderen Stopp unterwegs, um einfach die Natur zu geniessen und diese Kulisse auf dich wirken zu lassen. Du folgst der Uferstrasse entlang und hast dabei permanent einen guten Blick auf den Hardangerfjord. Du fährst durch kleine Dörfer, wo du auch immer wieder lokale Produkte kaufen kannst. Da die Region bekannt für den Anbau von Früchten ist lohnt es sich vor allem, bei einem der Hofläden oder Verkaufsständen einen Stopp einzulegen und die saisonalen Leckereien zu kaufen. Du überquerst die beeindruckende Hardangerbrücke, eine der längsten Hàngebrücken der Welt, die über den Fjord führt.
Dein Tagesziel ist das tief im Fjord liegende Örtchen Eidfjord. Wenn du noch genug Zeit hast, empfehlen wir dir einen Abstecher auf die Hochebene Hardangervidda zu unternehmen. Nur ca. 20 Kilometer von Eidfjord entfernt liegt der spektakuläre Vøringsfossen. Der beeindruckende Wasserfall stürzt 180 Meter in das enge Måbødal-Tal. Von den Aussichtsplattformen hast du einen guten Blick auf das Wasserspektakel. Wenn du der Strasse noch etwas weiter folgst, tauchst du immer weiter ab in die wilde und karge Landschaft der Hochebene ab. Hier kannst du auch die eine oder andere Wanderung unternehmen. Die Nacht verbringst du in Eidfjord, wo du zurück am Wasser bist und den Abend geniessen kannst.

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Tag 5
Eidfjord – Flåm
ca. 120 km | ca. 3 Stunden Fahrzeit
Heute verlässt du den Hardangerfjord und fährst mit deinem Mietwagen in Richtung Norden zum noch tieferen Sognefjord. Du fährst zuerst ein Stück der Strecke zurück, die du gestern auf deiner Route bereits erkundet hast und überquerst nochmals die Hardangerbrua. Danach geht es weiter auf für dich noch unbekannten Routen in Richtung Flåm. Nach der Abzweigung folgst du der Strasse Nr. 13 durch kleine Täler und entlang von Flüssen und Seen.
Unterwegs kommst du in Vossvangen, auch kurz Voss genannt, vorbei. Diese Ortschaft gilt als Zentrum für verschiedene Extremsportarten wie Basejumpen oder Wildwasser-Rafting. Hier endet auch die Strasse 13 und es geht weiter auf der E16 durch eine ländliche Gegend mit Feldern und dichten Wäldern. Du kommst bei Tvindefossen vorbei, der einen guten Zwischenstopp darstellt. Der Wasserfall liegt direkt an der Strasse und ist sehr einfach zu erreichen. Immer wieder kommst du an den für die Region typischen Bauernhöfen mit den roten Häusern vorbei, die perfekt in diese Landschaft passen.
Wenn du in Richtung Gudvangen kommst, wird die Landschaft wieder rauer und die Berge steiler. Das kleine Dorf liegt am spektakulären Nærøyfjord. Hier kannst du ein nachgebautes Wikingerdorf besuchen oder einen Spaziergang dem Fjord entlang unternehmen.
Danach geht es durch den Gudvangatunnnel, der fast 11.5 Kilometer lang ist und den Flenjatunnelen in dein heutiges Tagesziel. Dieses liegt malerisch am Ende des Aurlandsfjords und ist bei vielen Bahnfans sehr bekannt, denn hier ist ein Endpunkt der legendären Flåmsbana. Die historische Eisenbahn gilt als eine der steilsten Normalspurbahnen der Welt und windet sich vom Fjordniveau hinauf zur Bergstation Finse, vorbei an schäumenden Wasserfällen und schroffen Felswänden. Je nach Ankunftszeit kannst du eine Fahrt mit der Eisenbahn einplanen oder geniesst die Zeit am Fjord.

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Tag 6
Flåm – Balestrand
ca. 120 km | ca. 3 Stunden Fahrzeit
Auch heute geht es weiter durch die faszinierende Fjordlandschaft im Süden von Norwegen. Das Ziel des heutigen Tages ist Balestrand, du hast die Wahl zwischen verschiedenen Routen. Eine führt über weite Strecken entlang der Route, die du gestern zurückgelegt hast. Die andere führt über die E16 direkt zum Sognefjord und führt wieder durch unzählige Tunnels, wo du die wunderschöne Landschaft nicht in vollen Zügen geniessen kannst.
Darum empfehlen wir dir, mehr Zeit für die Fahrt einzuplanen und die Aurlandsfjellet für die Strecke zu wählen. Diese Strasse ist teilweise sehr schmal und du überwindest auch einige Höhenmeter, dafür wirst du aber definitiv belohnt. Geniesse die letzten Blicke auf den Auerlandsfjord und plane einen Stopp beim Stegastein Aussichtspunkt ein. Von der futuristisch wirkenden Plattform hast du einen ausgezeichneten Blick auf den ca. 650 Meter tiefer liegenden Fjord.
Die Landschaft wird danach hochalpin, eine karge Steinwüste, die mit Moosen und Flechten überwachsen ist. Hier findest du teilweise bis in den Sommer hinein einzelne Schneefelder. Die Strasse führt an kleinen Seen vorbei, in denen die umliegenden Berge gespiegelt werden. Wasserfälle stürzen von den Felswänden, plane beispielsweise ein Stopp beim Flotane Wasserfall ein.
Wenn du wieder an Höhe verlierst und deine Fahrt dich in Richtung Sognefjord fährt, verändert sich die Landschaft wieder, es wird grüner und es wachsen wieder Bäume und üppige Pflanzen. Mit der Fähre überquerst du den Fjord-Arm und setzt auf der anderen Uferseite deine Fahrt entlang des Wassers fort nach Balestrand. In dem Ort kannst du einige Aktivitäten buchen, einige Möglichkeiten findest du in der Ausflugsliste.

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Tag 7
Balestrand – Olden
ca. 170 km | ca. 3.5 Stunden Fahrzeit
Deine Mietwagenrundreise geht weiter in die Richtung von Olden. Und auch heute hast du wieder eine abwechslungsreiche Route vor dir. Die Fahrt führt dich wieder durch eine raue Bergwelt. Zuerst führt die Route bergauf in Richtung des Gaularfjellet Passes. Hier hast du vom Aussichtspunkt Utsikten Gaularfjellet einen perfekten Ausblick auf die eindrückliche Landschaft und freie Sicht auf die bis zu 1500 Meter hohen Berge. Wenn du die Plattform betrittst, solltest du schwindelfrei sein, denn unter dir geht es viele Meter in die Tiefe. Diese Attraktion ist ganz einfach zu finden, da sie direkt an der Strasse liegt.
Weiter geht deine Fahrt durch die gebirgige Landschaft, die Strasse ist schmal aber in den Sommermonaten, wo sie schneefrei ist, gut zu befahren. Trotzdem ist Vorsicht geboten, denn es gibt immer wieder Gegenverkehr. Immer wieder gibt es unterwegs auch kleine Ausbuchtungen und Rastplätze, wo du einen Stopp einlegen kannst. Zudem gibt es immer wieder die Möglichkeit, kleine Wanderungen zu unternehmen. Nimm einfach immer genug Wasser, etwas zu Essen und einen Regenschutz mit.
Irgendwann erhaschst du die ersten Blicke auf den majestätischen Jostedalsbreen, der grösste Gletscher auf dem Festland Europas. Die Eismassen sind ein Teil des gleichnamigen Nationalparks und befinden sich auf einer Höhe von ca. 350 bis 2000 Metern über Meer. Die Gletscherzungen fliessen teilweise bis in die Täler, jedoch gehen die Eismassen in den letzten Jahren auch stark zurück.
Ein weiterer Stopp kannst du beim Likholefossen einlegen, einem Wasserfall, den du perfekt von der Brücke aus bestaunen kannst, die diesen überspannt. Auch hier kannst du natürlich eine kürzere oder längere Wanderung unternehmen.
Das heutige Tagesziel ist die kleine Ortschaft Olden, die zwischen steilen Felswänden am Ende des Innvikfjords liegt. Du kannst nach der Ankunft beispielsweise eine kleine Wanderung zu dem Aussichtspunkt unternehmen, von dem aus du einen wunderbaren Ausblick auf die Kurven des Flusses Oldeelva hast.

© Georg Eiermann - Unsplash
Tag 8
Olden
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In Olden gibt es viele verschiedene Arten, wie du den Tag verbringen kannst. Es gibt verschiedene Ausflüge, die du buchen kannst. Einige spannende Möglichkeiten findest du in unserer Ausflugsliste.
Ein absolutes Highlight der Region ist das berühmte Oldedalen, das du natürlich auch selbst erkunden kannst. Am Ende des spektakulären Tals liegt der Briksdalsbreen, ein der Gletscherzungen vom Jostedalsbreen. Die Wanderung vom Parkplatz aus ist einfach und braucht keine besonders gute Kondition, du gehst Talaufwärts entlang des Gletscherflusses, an tosenden Wasserfällen vorbei bis zum Gletschersee, auf dem teilweise Eisstücke treiben. Plane unbedingt auch genug Zeit für die Hin- und Rückfahrt ein. Die Strasse Talauf- und abwärts führt entlang von eindrücklichen Bergseen, steilen Bergwänden und kleinen Siedlungen.
Neben der vielbegangenen Wanderung gibt es natürlich auch andere Touren, die teilweise aber eine sehr gute Kondition und Vorbereitung benötigen. In der Fjordregion sind die Bergewände sehr steil, du musst oftmals innerhalb von kurzen Strecken viele Höhenmeter überwinden, was sehr anstrengend sein kann. Wenn du jedoch eine solche Route wählst, bist du rasch von den grösseren Menschenansammlungen und kannst diese fantastische Natur oftmals ganz für dich geniessen.

© Stefanie Roth
Tag 9
Olden – Geiranger
ca. 100 km | ca. 2.5 Stunden Fahrzeit
Heute musst du dich wieder von Olden und dem wunderschönen Oldedalen verabschieden. Aber es geht nicht weniger spektakulär weiter und du wirst auch heute nicht aus dem Staunen herauskommen. Die erste, kurze Strecke führt entlang dem Fjord, bevor du wieder weg vom Wasser fährst. Bald kommst du zum See Oppstrynsvatnet, auch Strynevattnet genannt, der wunderschön zwischen den steil aufragenden Bergen liegt. Danach geht es wieder bergauf, die Strasse ist kurvenreich aber bietet immer wieder schöne Ausblicke.
Auf dem Gebiet der Gemeinde Stryn befindet sich der schöne Øvstebrufossen, ein weiterer Wasserfall. Da die heutige Strecke eher kurz ist kannst du von hier aus einen etwas längeren, aber sehr empfehlenswerten Umweg einplanen. Die norwegische Landschaftsroute Gamle Strynefjellsvegen führt dich durch eine eindrückliche Bergwelt. Diese alte Strasse führt über den Gebirgspass Strynefjellet und bietet immer wieder Orte zum Anhalten und Verweilen. Du musst mit ca. 1.5 Stunden mehr Fahrzeit rechnen, kalkuliere aber etwas mehr Zeit ein, denn du wirst sicher den einen oder anderen Stopp einlegen.
Auf dem Weg zum weltberühmten Geirangerfjord solltest du noch einen Zwischenstopp beim Geiranger Skywalk einplanen. Weit über dem Fjord, auf dem Berg Dalsnibba befindet sich die Aussichtsplattform. Etwas Überwindung braucht es schon, um an den Rand zu treten, denn durch den Gitterboden kann man weit nach unten sehen und auch die Geländer aus Glas geben dir das Gefühl, fast komplett ohne Schutz über dem Fjord zu fliegen. Aber die Aussicht ist fantastisch und dein Mut wird belohnt.
In vielen Kurven geht es von hier wieder nach unten zum Ufer des Geirangerfjords. Die gleichnamige Ortschaft ist dein nächster Übernachtungsort. Hier gibt es viele actionreiche Ausflüge zu buchen, die Zeit vor Ort wird wie im Flug vergehen.

© Stefanie Roth
Tag 10
Geiranger – Ålesund
ca. 110 km | ca. 2.5 Stunden Fahrzeit
Wenn du dich schon einmal mit Norwegen befasst hast, ist dir dabei sicher einmal ein Foto einer der bekanntesten Strassen des Landes aufgefallen, der Adlerstrasse. In elf spektakulären Haarnadelkurven schraubt sich die Strasse die steile Felswand hinauf. Einen letzten Blick auf den Geirangerfjord kannst du von der Aussichtsplattform Ørnesvingen geniessen, von der aus du auch Teile des Fjords siehst, die von der Ortschaft am Wasser nicht ersichtlich waren.
Natürlich taucht plötzlich ein weiterer Fjordarm auf, den du mit der Fähre überquerst. Die kurzen Passagen kannst du nicht im Voraus buchen, jedoch gibt es normalerweise keinen langen Wartezeiten.
Dem Ufer des Storfjord entlang fährst du in Richtung Küste. Die Berge rücken langsam weg je näher du der Küste kommst. Du erreichst di wunderschöne Jugendstilstadt Ålesund, die für ihre Architektur weltberühmt ist. Nach einem verheerenden Brand im Jahr 1904 wurde die Stadt komplett neu errichtet.
Nach den vielen, eher kleineren Ortschaften geniesst du in Ålesund wieder das urbane Leben. Auch die Nähe zum Meer ist hier wieder spürbar, du lernst wieder ein ganz anderes Norwegen kennen. Für das Abendessen hast du verschiedene Restaurant-Optionen. Und vielleicht machst du heute Abend auch noch einen Abstecher auf den Aksla, den Hausberg der Stadt. Geniesse beispielsweise von hier oben den Sonnenuntergang und den perfekten Blick über die Stadt.

© Bart - Unsplash
Tag 11
Ålesund
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Am heutigen Tag hast du genug Zeit für Erkundungen in Ålesund und der Umgebung. Du hast die Wahl zwischen verschiedenen, geführten Ausflügen oder unternimmst eine eigene Erkundungstour.
Ein Spaziergang entlang des malerischen Brosundet-Kanals ist sicher ein guter Start. Hier grenzen die typischen Jugendstilhäuser direkt ans Wasser, geniesse einen Kaffee unterwegs und schiesse ein paar schöne Bilder.
Der Atlantikpark ist das grösste Salzwasseraquarium Nordeuropas, das sich in direkter Lage zum Meer auf der Insel Hessa befindet. Hier kannst du die faszinierende Unterwasserwelt ganz nah beobachten. Auf der Insel kannst du zudem gut einen Spaziergang unternehmen, vor allem bei schönem Wetter ist dies eine gute Option.
Oder tauche ab in die verschiedenen Geschmäcker der Region und mach einen Foodtour. Probiere verschiedene Spezialitäten mit einem lokalen Guide. Eine weitere, gute Option viele Ecken der Stadt schnell und einfach zu entdecken ist eine Hop-on Hop-off Tour. Du kannst dabei deine Stopps ganz nach deinen Wünschen zusammenstellen.

© Anna Storsul - Unsplash
Tag 12
Ålesund – Kristiansund
ca. 160 km | ca. 3 Stunden Fahrzeit
Die heutige Fahrstrecke unterscheidet sich recht stark von den Routen der letzten Tage. Auch hier ist das Wasser nie weit weg, jedoch handelt es sich hier nicht um Fjordarme, sondern um das offene Meer. Das Salz in der Luft kannst du riechen, die schreienden Möwen sind nie weit. Kurz vor Molde musst du dein Auto wieder auf eine Fähre verladen und kannst von Bord aus die Inselwelt der norwegischen Küste bestaunen.
Mit fast 35'000 Einwohnern bietet Molde eine gute Infrastruktur und ist ein empfehlenswerter Zwischenstopp auf dem Weg Richtung Norden. Sie wird auch Stadt der Rosen genannt, da es hier sehr viele Rosengärten gibt, die dank des Golfstroms im Sommer blühen.
Du fährst weiter nach Vevang, die kleine Ortschaft ist der Ausgangsort einer der spektakulärsten Strassen der Welt, der berühmten Atlantikstrasse. Dieses architektonische Meisterwerk verbindet mehrere kleine Inseln mit acht spektakulären Brücken und läuft direkt dem offenen Meer entlang. Die wohl bekannteste dieser Brücken ist die geschwungene Storseisundet. Vom richtigen Winkel aus betrachtet sieht sie wie eine Rampe ins Nichts aus. Die nur ca. 8.5 Kilometer lange Strecke ist zwar kurz aber definitiv ein Erlebnis.
Vom Ende der Atlantikstrasse ist es nicht mehr weit bis nach Kristiansund, einem heutigen Tagesziel. Auch diese liegt auf einer Insel und gilt als die historische Klippfisch-Hauptstadt Norwegens.

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Tag 13
Kristiansund – Trondheim
ca. 200 km | ca. 3.5 Stunden Fahrzeit
Die letzte Etappe mit deinem Mietwagen führt dich heute von Kristiansund hinauf in die historische Stadt Trondheim. Die Landschaft, die du mit deinem Auto durchquerst, ist abwechslungsreich und typisch für Mittelnorwegen. Du kommst an kleinen Dörfern vorbei, Hügel, Waldgebiete und Wiesen prägen das Bild. Je näher du Trondheim kommst, desto dichter sind die Gebiete entlang der Strasse besiedelt.
Nach der Ankunft in Trondheim hast du Zeit, die Krönungsstadt der norwegischen Könige zu erkunden. Die drittgrösste Stadt Norwegens bietet ein schönes Kontrastprogramm zu den letzten Tagen. Geniesse beim Bummel durch die Strassen einen guten Kaffee, such dir ein Restaurant für ein leckeres Abendessen aus oder stöbere in den kleinen Läden der Stadt.
Für den späten Nachmittag oder frühen Abend empfehlen wir dir einen Spaziergang hinauf zur historischen Festung Kristiansten Festning. Der Weg lohnt sich, denn von den alten Festungsmauern aus bietet sich dir ein fantastischer Blick über die gesamte Stadt, den Hafen und den weiten Trondheimsfjord.

© admiratio - Unsplash
Tag 14
Trondheim
-
Heute hast du Zeit, Trondheim in Ruhe zu erkunden. Starte den Morgen mit einem guten Frühstück, um dann die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu erkunden. Trondheim verbindet einen das Flair einer Studentenstadt mit einer jahrhundertealten Geschichte, hier treffen Moderne auf Historie. Im Zentrum kannst du gut zu Fuss unterwegs sein, die meisten Sehenswürdigkeiten liegen nicht weit auseinander.
Beginne den Tag am besten gleich mit dem grössten Wahrzeichen der Stadt, dem Nidarosdorm. Di gotische Kathedrale ist die Grabstätte des heiligen König Olav und ist ein architektonisches Meisterwerk. Die kunstvoll verzierte Westfassade mit den Steinskulpturen wird dich sicher begeistern. Besuche aber auch das Innere der Kathedrale und wenn du magst, kannst du auch den Turm erklimmen, von hier oben hast du einen super Blick über die Stadt. Der Nidarosdom ist auch die Krönungskirche der norwegischen Könige, darum befinden sich die Kronjuwelen gleich nebenan.
Danach solltest du auch unbedingt einen Spaziergang zu den Speicherhäusern machen, die sich entlang dem Fluss Nidelva befinden. Überquere den Fluss über die Brücke Gamle Bybro, die alte Stadtbrücke und im Volksmund auch liebevoll «Tor des Glücks» genannt. Die alten Häuser geben ein perfektes Fotomotiv ab, bunt gestrichen spiegeln sie sich teilweise auch im Wasser. Heute befinden sich hier kleine Läden, Ateliers oder auch Restaurants und Cafés.
Bist du ein Velo-Fan? Wusstest du, dass es in Trondheim den einzigen Fahrradlift gibt? Dieser hilft den Zweiradfahrern, den steilen Hügel hinaufzukommen.
Bei schönem Wetter kannst du auch einen Abstecher auf die kleine Insel Munkholmen machen. Vom Hafen aus fahren regelmässig Boote auf die ehemalige Kloster- und Festungsinsel. Hier geht es vor allem im Sommer lebendig zu und her, denn hier ist ein beliebter Bade- und Entspannungsort der Trondheimer Bevölkerung.
Oder du kannst auch eine etwas längere Bootstour auf den Trondheimfjord unternehmen. Die maritime Landschaft ist ein faszinierendes Kontrastprogramm zu den letzten Reisetagen.
Für Museumsliebhaber gibt es das Rockheim-Museum, das der norwegischen Musikgeschichte gewidmet ist.

© Charly Nguyen - Unsplash
Tag 15
Rückreise in die Schweiz
ca. 1800 km | ab ca. 5 Stunden Reisezeit mit Umsteigen in Oslo
Am letzten Tag deiner Reise nach Norwegen heisst es wieder Abschied nehmen. Da es keine Direktflüge gibt, musst du eine Umsteigeverbindung für die Rückreise buchen. Du wirst die Heimreise sicher mit einem Gepäck voller Erinnerungen und schöner Bilder antreten, denn du hast einige der landschaftlich schönsten und doch nicht so bekannten Ecken Norwegens bereist.









